Ich bin eine H1 Überschrift in braun.

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Es war ein sonniger Dienstag, als KFZ-Gutachter Thomas gerufen wurde. „Ein kleiner Parkrempler“, hatte der Kunde am Telefon geflötet. Doch als Thomas auf den Hof rollte, stand da kein Auto, sondern ein automobiles Kunstwerk der puren Verzweiflung.

Ein 1998er Opel Corsa, der offensichtlich eine innige Intimität mit einer Betonmauer gepflegt hatte. Die Motorhaube war gefaltet wie ein Origami-Schwan, die Stoßstange hielt nur noch durch die pure Willenskraft von drei Rollen Panzertape und einem verirrten Kabelbinder.

Thomas zückte sein Klemmbrett, bewaffnet mit der unerschütterlichen Ruhe eines Mannes, der schon brennende Traktoren begutachtet hatte.

„Also“, begann der Besitzer nervös, „der Lack hat da vorne einen kleinen Kratzer.“
Thomas zog eine Augenbraue hoch. „Mein Lieber, das ist kein Kratzer. Das ist eine geologische Verwerfungslinie. Wenn ich hier huste, fällt der Scheinwerfer ab.“

Als er für das Protokoll die Fahrertür öffnen wollte, hatte er plötzlich den kompletten Griff in der Hand. Der Besitzer lächelte gequält: „Ah, das ist die neue Diebstahlsicherung!“

Thomas seufzte, tippte auf seinem Tablet und verkündete das Unvermeidliche: „Wirtschaftlicher Totalschaden. Der emotionale Wert übersteigt den Restwert um das Hundertfache.“ Er klebte symbolisch seine Prüfplakette auf – wahrscheinlich das Einzige, was den Wagen jetzt noch zusammenhielt. Ein ganz normaler Tag im Büro.